Eine Verbindung zwischen der Schweiz und Europa - seit 1986

Seit den 1980er-Jahren trägt CSEM dazu bei, die Schweiz mit den innovativsten Branchen und Forschungsgemeinschaften Europas zu vernetzen. CSEM wurde mit der Vision gegründet, der Schweizer Präzisionsmikrotechnik weltweite Bedeutung zu verschaffen. Und schon früh erkannte das Unternehmen, dass die Führungsrolle der Schweiz in verschiedenen Bereichen von starken europäischen Partnerschaften abhängt. Diese Überzeugung hat unseren Weg geprägt und leitet unsere Arbeit bis heute.

Eine früh geknüpfte Verbindung zu Europa

EU map - CSEM EU projects

Im Jahr 1986 eröffnete Europa neue Möglichkeiten für die grenzüberschreitende Forschung. CSEM gehörte zu den ersten Schweizer Organisationen, die sich daran beteiligten, und schloss sich wegweisenden Kooperationsprojekten in Bereichen wie Halbleitertechnik und der damals noch in den Kinderschuhen steckenden künstlichen Intelligenz an. CSEM war vorbereitet, als die Schweiz 1987 offiziellen Zugang zu den grossen Forschungsprogrammen der Europäischen Union erhielt. Dieser Wendepunkt verwandelte unser europäisches Engagement von einer Option in eine langfristige Strategie.

In den 1990er-Jahren erweiterte CSEM seine Aktivitäten über seine Ursprünge in der Uhrenindustrie und Mikroelektronik hinaus und erschloss Bereiche, die später zu europäischen Prioritäten wurden – darunter Medizintechnik, Raumfahrttechnologien, fortschrittliche Fertigung und digitale Innovation. Durch diese frühen Schritte etablierte sich CSEM in ganz Europa als zuverlässiger Partner.

Europaweit anerkannte Führungsrolle

Anfang der 2000er-Jahre verlagerte sich die Rolle von CSEM von der blossen Teilnahme zur aktiven Führung. Einen wichtigen Meilenstein markierte das Jahr 2003, als CSEM und CEDES für eine bahnbrechende, miniaturisierte Echtzeit-3D-Kamera den europäischen IST-Hauptpreis erhielten – dazumal Europas renommierteste Auszeichnung für technologische Innovation. Diese Auszeichnung machte deutlich, welchen Einfluss CSEM auf den technologischen Fortschritt in Europa hat.

Im Rahmen des Programms «Horizon 2020» hat CSEM seither mehr als 40 bedeutende europäische Initiativen koordiniert. Heute reicht unsere Führungsrolle bis in die obersten Etagen der europäischen Forschung hinein: Alexandre Pauchard, CEO von CSEM, ist Vorstandsmitglied der European Association of Research and Technology Organisations (EARTO). Dr. Erika Györvary, Lead of EU Affairs bei CSEM, gehört ihrerseits dem Vorstand der European Platform on Smart Systems Integration (EPoSS) an.

Echter Mehrwert durch Zusammenarbeit

Partnerschaften mit Europa bringen der Schweiz klare Vorteile. So machten EU-finanzierte Forschungsprojekte im Jahr 2025 13 Prozent der Einnahmen von CSEM aus. Auch in den 9 Prozent weiterer kompetitiver Forschungsgelder, die zu den Finanzierungsquellen von CSEM zählen, sind Fördermittel aus verschiedenen EU-Projekten enthalten. Vor allem tragen diese Partnerschaften aber dazu bei, vielversprechende Ideen schneller in nutzbare Technologien zu verwandeln.

So trug CSEM beispielsweise im Rahmen des CHEOPS-Projekts zur Entwicklung effizienterer Perowskit-Solarzellen bei, im Rahmen des Projekts PHABULOUS zur Entwicklung mikrooptischer Komponenten der nächsten Generation und im Rahmen des Vorzeigeprojekts MacQsimal zur Entwicklung der Quantensensorik. Diese Errungenschaften verschafften der Schweizer Industrie frühzeitig Zugang zu neuen Technologien, stärkten ihre internationale Sichtbarkeit und steigerten ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Ein Netzwerk, das Talente und Ideen fördert

CSEM 7 industries

Das europäische Engagement von CSEM ebnet zudem den Weg für die nächste Generation von Innovatorinnen und Innovatoren. Über verschiedene Doktoranden-Netzwerke – darunter die Marie-Skłodowska-Curie-Massnahmen und andere EU-Ausbildungsprogramme – unterstützen wir Forschende in Bereichen wie nachhaltige Elektronik, eingebettete KI und fortschrittliche Fertigung. Dieser Austausch von Wissen und Kompetenzen bereichert das Innovationsökosystem der Schweiz und schafft langfristige Kapazitäten für die Schweizer wie auch die europäische Industrie.

Widerstandsfähig dank Allianzen

Nach mehreren Jahren der Unsicherheit, in denen die Schweiz ihren Status als assoziiertes Land in europäischen Forschungsprogrammen verloren hatte, wurde am 10. November 2025 die Vollassoziierung wiederhergestellt. Dadurch war die Schweiz rückwirkend per 1. Januar 2025 wieder zur Teilnahme an «Horizon Europe», «Euratom» und dem «Digital Europe Programme» berechtigt. Damit konnte CSEM seine Rolle als Brücke zwischen der Schweizer Industrie und der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft wieder in vollem Umfang übernehmen. Wobei zu erwähnen ist, dass CSEM dank seiner Zusammenarbeit mit der Heterogeneous Technology Alliance und EPoSS während dieser Zeit nie den Kontakt zu den europäischen F&E-Netzwerken verloren hat.

Die Zukunft europäischer Innovation

Vor Europa liegt ein neues Jahrzehnt, das von Nachhaltigkeit, Innovationen im Gesundheitswesen und digitaler Transformation geprägt ist – und CSEM ist bereit, dabei eine führende Rolle zu übernehmen. Denn seit unserer Gründung im Jahr 1986 ist unsere Geschichte durch Vernetzung, Gestaltung und Führung geprägt. Dabei bleibt CSEM seiner Gründungsmission stets treu: Schweizer Innovationen in Fortschritt umwandeln, Industrie und Wissenschaft zusammenbringen sowie Technologien entwickeln, die über Grenzen hinweg nachhaltige Werte schaffen.

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