Erneuerbare Wärme für Schweizer Dörfer
Grandvaux dient als erster echter Anwendungsfall. In Zusammenarbeit mit Planeto, einem Spin-off der Universität Genf, modellierte CSEM 67 Gebäude im Dorf mit einem jährlichen Wärmebedarf von 2,3 GWh. Die Simulationen bestätigten, dass die Dorfstrassen die erforderlichen geothermischen Sonden aufnehmen könnten, und ermittelten eine effiziente Anordnung. Dabei sind jeweils Cluster von sechs bis zehn Gebäuden in Reihe miteinander verbunden; und zwischen ihnen angeordnet sind Gruppen von Erdwärmesonden. Diese Konfiguration benötigt nur ein Bohrloch pro Gebäude und lässt sich im bereits bestehenden unterirdischen Raum unterbringen.
Um die Effizienz zu beurteilen, verglich das Team dieses Setup mit herkömmlichen Alternativen. So würde der Einsatz individueller Systeme eine um 33 % längere Sonde erfordern, während ein zentralisiertes System 25 % mehr Bohrlöcher, 65 % mehr Pumpenergie und 30 % mehr Strom benötigen würde. Yves Stauffer, Project Manager bei CSEM, merkt dazu an: «Dieses Design bietet den gleichen Komfort, jedoch bei einem geringeren Ressourcenverbrauch in allen Bereichen. Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer praktikablen, kohlenstoffarmen Heizlösung für kleine Gemeinden.»