Schweizer Vorsprung in der Halbleitertechnologie

Wie kann die Schweiz ihre Position in Zukunftstechnologien sichern, wenn die Chips in unseren Mobiltelefonen, Autos und medizinischen Geräten immer komplexer werden? Im Jahr 2024 haben die ETH Zürich, die EPFL und CSEM mit Unterstützung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die Initiative «SwissChips» ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist klar: Sie wollen der Schweiz dabei helfen, ihre Position im Bereich Halbleiter- und Chipdesign zu stärken, indem sie Forschung fördern, Fachkräfte ausbilden und bessere Tools und Labors entwickeln.

SwissChips initiative
© CSEM

Dragan Manic, Deputy VP, Integrated & Wireless Systems bei CSEM, erklärt: «Bereits in der Mitte seiner Laufzeit (2024–2026) liefert SwissChips konkrete Ergebnisse bei der Talententwicklung, dem technischen Fortschritt und Zugang zu Prototyping-Einrichtungen für die ETH Zürich, die EPFL, weitere Schweizer Universitäten und CSEM sowie bei der Vermittlung nationaler Kompetenzen, Infrastruktur und internationaler Sichtbarkeit.»

Durch SwissChips treibt CSEM Innovationen voran, dank denen Elektronik intelligenter und effizienter wird. Die Teams von CSEM statten Edge-Geräte mit maschinellem Lernen und KI-gestütztem Chipdesign aus. Dazu setzen sie Ultra-Low-Power-Chips ein, die mit minimaler Energie auskommen, die sie unter anderem aus Umgebungsquellen beziehen. Dadurch können Systeme des Internets der Dinge lokal lernen und handeln, ohne einen dauerhaften Internetzugang zu benötigen. Gleichzeitig verbleiben sensible Daten auf dem Gerät. Zudem entwickelt CSEM die drahtlose Energieübertragung für batteriefreie medizinische Implantate und Wearables und baut für eine zuverlässige Kommunikation zukunftsweisende drahtlose Plattformen und Sensorplattformen. Zu diesen Projekten gehören quantenresistente Sicherheitslösungen der nächsten Generation, welche künftigen Bedrohungen im IT-Bereich standhalten, Post-Quanten-Kryptographie, hochfrequente mmWave-Sensorik und fortschrittliche Bildgebungstechnologien für den medizinischen und industriellen Einsatz.

Die Wirkung ist klar erkennbar: Dank SwissChips haben Ingenieurinnen und Ingenieure, Forschende und Studierende nun Zugang zu modernsten Design-Tools sowie zu einer landesweiten Prototyping-Infrastruktur. Die Schweizer Universitäten und Forschungseinrichtungen bündeln ihre bisher separat entwickelten Kompetenzen und beschleunigen so ihren gemeinsamen Fortschritt. Mehr als ein Dutzend Chip-Prototypen wurden bereits entworfen, gebaut und validiert – gestützt durch über 20 wissenschaftliche Publikationen und technische Produktionsbetriebe. Zu den Höhepunkten zählt der Durchbruch bei ausfallsicheren Leistungsverstärkern für die drahtlose Infrastruktur der nächsten Generation. Mohsen Ghorbanpoor, Doktorand bei CSEM, wird dieses Highlight auf der ISSCC 2026 – der weltweit führenden Konferenz für Chipdesign – präsentieren.

Durch die Bündelung der Schweizer Führungsrolle, Expertise und Infrastruktur im IC‑Design stärkt die Initiative die Fähigkeit des Landes, hochwertige Technologielösungen zu entwickeln, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und selbstbewusst auf ein globales Umfeld zu reagieren, das zunehmend von gross angelegten Chip‑Strategien in der EU, den USA und China geprägt ist.

Wie könnten Ultra-Low-Power-Chips Ihre Produkte verändern?

Entdecken Sie auf der Halbleiterseite von CSEM, wie fortschrittliches ASIC-Design, photonische und MEMS-Komponenten sowie Embedded Software leistungsstarke, energieeffiziente Systeme ermöglichen. Oder kontaktieren Sie uns über unser Formular, um Kooperationsmöglichkeiten zu erkunden.