Nachhaltige Energie mit KI, ein neues Kapitel mit Tonio Buonassisi

Im Zuge des globalen Wandels hin zu sauberer und intelligenter Energie öffnet CSEM nachhaltigen Technologien neue Wege für den Markteintritt. Am 1. Januar 2026 wird Tonio Buonassisi, MIT-Professor und weltweit anerkannter Experte für Solarenergie, KI-gestützte Materialentwicklung und datengestützte Energietechnologien, zum Vice President of Sustainable Energy ernannt. Er tritt die Nachfolge von Professor Christophe Ballif an, der CSEM weiterhin als wissenschaftlicher Berater unterstützen wird.
Dieser Führungswechsel läutet bei CSEM ein neues Kapitel ein. Die Organisation verbindet Schweizer Ingenieurskunst mit künstlicher Intelligenz, Automatisierung sowie schnelleren Innovationszyklen. Das Ziel ist klar: die Entwicklungszeiten in den Bereichen Photovoltaik, Energiespeicherung und Energiemanagement verkürzen, damit Industriepartner ihre Produkte schneller auf den Markt bringen können.
Buonassisis Ansatz konzentriert sich auf KI-gestützte Automatisierung, intelligente Datennutzung und Experimente in Echtzeit. Durch die direkte Einbindung dieser Tools in die Forschung will CSEM die Zeit verkürzen, die benötigt wird, um Laborkonzepte durch Technologietransfer zur industriellen Umsetzung zu bringen – und gleichzeitig hohe Standards in Bezug auf Präzision und Qualität aufrechterhalten. Partner erhalten noch früher Zugang zu validierten, datengestützten Lösungen, was die Skalierbarkeit verbessert und das Vertrauen der Investoren stärkt. «Meine Mission ist es, dort schneller voranzukommen, wo es wirklich darauf ankommt», sagt Buonassisi. «Wir kombinieren menschlichen Innovationsgeist mit der Leistungsfähigkeit von KI und Automatisierung, um ein Ökosystem der angewandten Forschung zu schaffen, das kontinuierlich lernt und sich fortlaufend verbessert.»
Christophe Ballif führte den Bereich Sustainable Energy von CSEM seit 2013 durch eine Phase bemerkenswerten Wachstums. Er hat das Team auf über 90 Forschende ausgebaut und mit mehr als 60 Industriepartnern zusammengearbeitet – an Technologien, die von farbigen und ultraleichten PV-Modulen über bahnbrechende Solarzellen bis hin zu neuartigen Batteriematerialien sowie fortschrittlicher, vorausschauender Wartung und Prognosemodellen für Energieanlagen und Netzbetrieb reichen. «Kompromisslose Präzision verbunden mit praxisorientierter Wirkung war schon immer unsere Stärke», betont Ballif. «Mit dem Wechsel in eine beratende Rolle schaue ich mit Stolz darauf, wie CSEM mit neuen Tools und neuer Dynamik voranschreitet und unseren kooperativen Geist in die Zukunft trägt.»
Neuenburg bleibt das Zentrum dieses Wandels: mit hochmodernen Labors, Pilotproduktionslinien und Datensystemen, die als integriertes Ökosystem zusammenwirken. Seit 2025 umfasst die Batterieinfrastruktur von CSEM auch einen Trockenraum mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit. Darin befinden sich eine Pilotlinie sowie Räumlichkeiten für Start-ups und KMU. Dieses Umfeld trägt dazu bei, dass Konzepte schneller in Batteriemodule von industrieller Qualität, Speicherprototypen und digitale Energielösungen umgesetzt werden können.
Pulsespeed bewegt nie nächste Generation von Wearables

Seit mehr als 20 Jahren treibt CSEM die Entwicklung von Wearable-Technologien voran, in denen winzige Sensoren, Signalverarbeitung und künstliche Intelligenz zusammenspielen. Dieser Weg erreichte mit PulseSpeed einen neuen Meilenstein: Der patentierte Algorithmus wurde von Philippe Renevey unter früher Mitwirkung von Olivier Grossenbacher entwickelt und mit dem «CSEM Inventor Award 2025» ausgezeichnet.
PulseSpeed ermittelt Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (ein Mass zur Bestimmung des Stresslevels), Bewegungsart, Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke ohne GPS-Tracking. Der auf der klinisch validierten Sensortechnologie von CSEM basierende Algorithmus ermöglicht eine genaue Messung in Innenräumen, in Tunneln und an anderen Orten, an denen keine GPS-Signale verfügbar sind, und verlängert zudem die Akkulaufzeit des Geräts.
PulseSpeed wurde erstmals 2014 patentiert und stützt sich auf ein bahnbrechendes CSEM-Patent, das 2001 die Grundlage für jene handgelenksbasierte Sensorik legte, die heute in vielen Wearables zum Einsatz kommt. PulseSpeed kombiniert optische Signale zur Messung des Blutflusses mit Bewegungssensoren und liefert so konsistente, klinisch fundierte Ergebnisse bei Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Velofahren.
Die Marktakzeptanz bestätigt den Wert dieser Technologie: Im vergangenen Jahr wurde sie in mehrere Wearables integriert, darunter in Produkte von Tissot, Festina und ActiGraph. Dies widerspiegelt die Nachfrage sowohl von Alltagsnutzenden als auch aus der klinischen Forschung. Solche Kooperationen zeigen, wie sich die klinisch validierten Algorithmen und das Sensorik-Know-how von CSEM aus der Laborforschung in kommerzielle Produkte und Funktionen umsetzen lassen, auf die sich die Nutzerinnen und Nutzer Tag für Tag verlassen können.
Renevey entwickelt Algorithmen, die nicht nur energieeffizient und äusserst präzise sind, sondern auch ohne grössere Anpassungen auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen laufen. PulseSpeed ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung, deren Ziel es war, aussagekräftige Informationen über Bewegung und Vitalparameter durch nicht-invasive Sensoren zu gewinnen. Heute kommt die Technologie in Geräten zum Einsatz, die von Alltagsnutzenden, Sportlerinnen und Sportlern sowie Teilnehmenden klinischer Studien auf der ganzen Welt genutzt werden. Jens Krauss, Vice President MedTech bei CSEM erklärt: «Dieses Patent verkörpert, wofür CSEM steht: den Transfer innovativer Technologien in die Industrie, um maximale wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung zu erzielen.»
Mit zunehmender Marktakzeptanz verdeutlicht PulseSpeed die Art und Weise, wie CSEM mit Partnern zusammenarbeitet: neue Lösungen entwickeln, testen und sie in die Praxis übertragen, um sie für den industriellen Einsatz vorzubereiten. Durch die Bereitstellung klinisch validierter, energiesparender Algorithmen, die direkt auf dem Gerät laufen, hilft CSEM seinen Partnern, die Produktentwicklung zu beschleunigen, das Vertrauen der Nutzergruppen zu stärken und fundierte Forschungsergebnisse in langlebige Produkte umzusetzen.
Basel rückt Gesundheitsinnovationen ins Rampenlicht

Mit der Austragung der 4. Ausgabe des Next-Gen Organ-on-Chips & Organoids Workshop von CSEM im Haus der Wirtschaft in Pratteln wurde Basel im Februar zum Zentrum für Human Microphysiological Systems (HMPS). Fast 400 Fachleute aus Biopharma-, Biotech- und Technologieunternehmen kamen zusammen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die sich ebenfalls dafür einsetzen, vielversprechende wissenschaftliche Erkenntnisse in nutzbare Plattformen umzusetzen. HMPS sind kleine, im Labor gezüchtete Modelle menschlicher Organe, die es ermöglichen, Medikamente sicherer und effizienter zu testen. Dabei werden Biologie, Mikrotechnologie und digitale Tools miteinander verknüpft, um Experimente präziser, reproduzierbarer und leichter anwendbar zu machen.
Die Wahl fiel bewusst auf die Region Basel, ist sie doch einer der grössten Life-Science-Hubs Europas; zahlreiche Unternehmen und Forschungsgruppen sind dort ansässig. Daher verfügt die Region über die nötigen Talente und die erforderliche Infrastruktur, um frühe Prototypen zu ausgereiften Plattformen zu entwickeln. Zudem können hier Standards reifen, Anreize aufeinander abgestimmt werden und neue Technologien skaliert werden.
Die Veranstaltung drehte sich um das Konzept der «Translation», also der Umsetzung früher Forschungsergebnisse in praxistaugliche Instrumente. Themen wie Automatisierung, Qualitätskontrolle und Datenintegration sind unerlässlich, um Organoide und Organ-on-Chip-Systeme in regulierte medizinische Umgebungen zu integrieren. Erfahrene Entscheidungsträger, KMU und Start-ups arbeiteten Seite an Seite, was die Rolle von CSEM als Vermittler widerspiegelt: CSEM schlägt Brücken zwischen verschiedenen Disziplinen und verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung. Gilles Weder, Head R&BD, Life Science Technologies bei CSEM, erklärt: «Unsere Rolle besteht darin, Industrie, Innovationstreibende und klinische Fachpersonen zusammenzubringen, ein gemeinsames Verständnis davon zu entwickeln, was als ‹qualifiziert› gilt, und Barrieren abzubauen, damit diese Systeme in der Praxis einen echten Mehrwert liefern können.»
Die Keynotes von Dr. Fanny Jaulin, CEO von Orakl Oncology und Research Director am Institut Gustave Roussy in Frankreich, sowie von Dr. Jürgen Knoblich vom Institut für Molekulare Biotechnologie in Österreich erweiterten die starke lokale Dynamik um eine internationale Perspektive. Die Beiträge unterstrichen, warum die Schweiz und insbesondere Basel gut aufgestellt sind, um diese Technologien weiterzuentwickeln. Stéphanie Boder Pasche, Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Veranstaltung, betonte, dass die Integration von Organ-on-Chips und Organoiden in die Arzneimittelentwicklung nicht nur eine wissenschaftliche Errungenschaft ist, sondern auch eine Herausforderung in Bezug auf Herstellung und Daten, für die Automatisierung, Qualität und Interoperabilität erforderlich sind.
Die Unterstützung durch namhafte Sponsoren sowie eine Ausstellung, die etablierte Akteure und junge Unternehmen zusammenbrachte, verdeutlichten das Engagement von CSEM für einen offenen Wissensaustausch. Der Workshop bekräftigte die führende Rolle von CSEM bei der Weiterentwicklung von HMPS, der Vernetzung wichtiger Stakeholder sowie der Grundsteinlegung für künftige bahnbrechende Errungenschaften in der personalisierten Medizin und Arzneimittelforschung.
Einblicke ins Solar Lab von CSEM

Im Mai strahlte der Innoparc Neuenburg eine Energie der besonderen Art aus: Das Solar Lab von CSEM öffnete seine Türen für Entscheidungsträger und Medien. Das halbtägige Programm umfasste zukunftsweisende Präsentationen, praktische Vorführungen und Gespräche mit Expertinnen und Experten. Innovative Forschung und industriereife Solarlösungen – diese beiden Themen wurden bei der Veranstaltung transparent miteinander verknüpft.
Im Zentrum stand der Ausblick auf die Zukunft der Photovoltaik, präsentiert von Professor Christophe Ballif, einem der führenden Solarenergieexperten der Schweiz. Ballif betonte die zentrale Rolle, die CSEM bei der Beschleunigung der industriellen Nutzung von Solarforschung spielt, damit bahnbrechende Innovationen aus dem Labor in skalierbare, kosteneffiziente und zuverlässige Anwendungen verwandelt werden können. So vorbereitet, wurden die Teilnehmenden durch den gesamten Entwicklungsprozess eines Produkts geführt – von der Forschung bis hin zur Marktreife.
Bei einer Führung durch das Solar Lab erhielten die Teilnehmenden an fünf speziellen Stationen einen direkten Einblick in die umfassenden Kompetenzen von CSEM im Bereich der Solarenergie. Dazu gehörte auch der kürzlich modernisierte Reinraum, der jetzt auch mit G12-Solarzellen kompatibel ist – dem neuesten Grossformat mit leistungsstärkeren und effizienteren Modulen.
«Ein wesentliches Merkmal der Solar-Lab-Veranstaltung war der Fokus auf persönliche Interaktion, um den direkten Dialog und gezielte technische Diskussionen zu fördern. Nach dem Rundgang durch die Stationen hatten die Gäste die Gelegenheit, mit Ingenieurinnen und Ingenieuren, Forschenden und Projektleitenden von CSEM Einzelgespräche zu führen», erzählt Michael Canonica, Deputy Business Unit Leader for Sustainable Energy Activities bei CSEM. In diesen Gesprächen konnten die Gäste konkrete Inputs zur Machbarkeit ihrer Projekte, Budgetoptionen und Zeitpläne für die Umsetzung erhalten und schliesslich mit klaren nächsten Schritten für ihre Solarinitiativen nach Hause gehen.
Der Solar-Lab-Anlass diente nicht nur der Präsentation technischer Kompetenzen, sondern auch als strategische Plattform, um die Sichtbarkeit der PV-Aktivitäten von CSEM zu erhöhen. Dank neuer Projekte, die aus den bei der Veranstaltung geknüpften Kontakten entstanden sind, kann CSEM seine Visionen weiterhin in konkrete Lösungen mit Mehrwert verwandeln. Das Ziel besteht darin, sicherzustellen, dass Schweizer Solarinnovationen in industrielle Lösungen umgesetzt werden – und zwar effizient, zuverlässig und weltweit wettbewerbsfähig.
Impulse für regionale Innovationen

Im Jahr 2025 festigte die «TechnoVation»-Reihe von CSEM die Rolle des Unternehmens als Impulsgeber für regionale Innovationen. An zwei strategisch ausgewählten Standorten – in Luzern und in der Region Basel – brachte TechnoVation Vertreterinnen und Vertreter aus Schweizer Industrie, Politik, Forschung und Unternehmen zusammen.
Die TechnoVation Luzern, die am 21. Mai 2025 im KKL stattfand, bot der Zentralschweiz einen umfassenden Überblick über Technologien, die ihre wirtschaftliche Zukunft prägen werden. Im Mittelpunkt der Vorträge standen Batteriesysteme der nächsten Generation, personalisierte Medizin und Industrie 4.0. Die Veranstaltung zeigte, wie die Forschung von CSEM die regionalen Industriezweige ganz konkret unterstützt. Interaktive Vorführungen machten neue Technologien greifbar, während Keynotes – darunter eine des Deep-Tech-Unternehmers Reto Wyss – eine eindrucksvolle Geschichte erzählten: Die von CSEM in Alpnach entwickelte künstliche Intelligenz wurde weltweit vermarktet und ist nun zur Stärkung der Schweizer Fertigungsindustrie an ihren Ursprung zurückgekehrt. Die Präsenz von Regierungsvertretenden erhöhte die Sichtbarkeit und Resonanz des Anlasses in der ganzen Region.
Bei der TechnoVation in der Region Basel, die am 17. November 2025 im Elefantehuus in Liestal stattfand, wurde ergänzend die folgende Botschaft vermittelt: Innovation muss dort verwurzelt sein, wo sie Mehrwert schafft. Im Fokus der Veranstaltung standen die beiden Stärken der Region in den Bereichen Life Sciences und Präzisionsfertigung. Beiträge von Roche, Hamilton und regionalen KMU wie Renata Batteries, Hatebur Umformmaschinen und CTC Analytics zeigten, wie neue Technologien Diagnostik, Produktionsprozesse und die globale Wettbewerbsfähigkeit verändern. Am Anlass wurde für politische Entscheidungsträger klar ersichtlich, wie CSEM mit seiner Forschung, seinen Netzwerken und Partnerschaften konkretes wirtschaftliches Potenzial für die Region schafft.
Beide Veranstaltungen brachten die gleichen positiven Effekte: engere Partnerschaften, grössere Netzwerke und ein gestärktes Vertrauen in CSEM als Technologiepartner, der nicht nur Lösungen liefert, sondern auch wichtige Akteure in der ganzen Schweiz miteinander vernetzt. Die TechnoVation-Reihe 2025 unterstrich die zentrale Rolle von CSEM, Regionen dabei zu unterstützen, mit Zuversicht, Klarheit und nachhaltiger Wirkung Innovationen voranzutreiben.
Auszeichnung bestätigt die Solvarvision von CSEM

Die Aufnahme von Dr. Michele De Bastiani in die «Clarivate Highly Cited Researcher»™-Liste des Jahres 2025 in der Kategorie «Cross-Field» untermauert die weltweite wissenschaftliche Reputation von CSEM. In diese Liste werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgenommen, deren Arbeiten gemäss der «Web of Science™ Core Collection» zu dem meistzitierten einen Prozent gehören – womit sie zu den einflussreichsten Forschenden weltweit zählen. Diese Auszeichnung würdigt die letzten elf Jahre der wissenschaftlichen Laufbahn von Dr. De Bastiani, in denen er an mehreren führenden Institutionen tätig war, also auch die Beiträge vor seinem Eintritt bei CSEM.
Auch mehrere andere CSEM-Expertinnen und -Experten sind auf der «Clarivate Highly Cited Researcher»™-Liste vertreten. Zu ihnen gehören Prof. Christophe Ballif, der derzeitige Vice President Sustainable Energy bei CSEM, und Prof. Tonio Buonassisi, der 2026 dessen Nachfolge antritt. Ihre Präsenz auf der Liste unterstreicht die solide wissenschaftliche Grundlage der Aktivitäten von CSEM im Bereich nachhaltige Energie.
Unterdessen spielt Dr. De Bastiani eine Schlüsselrolle in der Photovoltaikforschung von CSEM. Er arbeitet an hocheffizienten Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen und neuen Gerätedesigns, mit denen er rekordverdächtige Laborkonzepte dem Einsatz im industriellen Massstab näherbringt. Die langjährige Führungsrolle von CSEM im Bereich der Tandemtechnologien sowie die gemeinsam mit der EPFL erreichten Errungenschaften bei der Effizienzsteigerung bilden die Grundlage für diese Arbeit.
CSEM sieht diese Auszeichnung als persönlichen Meilenstein für Dr. De Bastiani und als gemeinsamen Erfolg des gesamten Forschungsteams. Sie honoriert die Stärke des Perowskit-Teams, dessen kollaborativer Ansatz den Weg von grundlegenden Entdeckungen hin zu industrietauglichen Innovationen beschleunigt. Zudem widerspiegelt sie ein zentrales Prinzip der CSEM-Strategie: Um Technologien zu entwickeln, die einen echten Mehrwert für Industrie, Gesellschaft und Energiewende darstellen, ist Spitzenforschung unerlässlich.
Die Aufnahme von Dr. De Bastiani in die Clarivate Highly Cited Researchers™-Liste des Jahres 2025 bestätigt die globale Bedeutung seiner Arbeit und festigt die Position von CSEM als führende Einrichtung in der Solarforschung der nächsten Generation.
Die europäische Raumfahrt an einem Tisch

Raumfahrtmissionen sind auf viele kleine Mechanismen angewiesen, die selbst in Millionen Kilometern Entfernung von der Erde einwandfrei funktionieren müssen. Das European Space Mechanisms and Tribology Symposium (ESMATS) hat sich zu einem führenden Forum entwickelt, an dem die internationale Raumfahrtgemeinschaft darüber diskutiert, wie diese Mechanismen entworfen, getestet und verbessert werden sollen. Im Jahr 2025 leistete CSEM einen Beitrag zu diesem Meinungsaustausch, indem es das Symposium in Lausanne mitorganisierte und eine Rekordzahl von 350 Expertinnen und Experten aus 25 Ländern empfing.
Beim Symposium ging es um die genauere Betrachtung von Systemen, die Antennen und Solarpaneele einsetzen, Instrumente mit höchster Präzision steuern und dafür sorgen, dass diese im Vakuum und unter den extremen Temperaturbedingungen des Weltraums über Jahre hinweg funktionsfähig bleiben. Mit der Ausrichtung dieser Fachveranstaltung in der Schweiz unterstützt CSEM die Entwicklung einheitlicher technischer Standards, fördert den Technologietransfer und stärkt Europas Fähigkeit, zuverlässige und langlebige Raumfahrzeuge zu bauen.
Seit über 30 Jahren leistet CSEM Beiträge zu Missionen der ESA, der NASA und bedeutender Observatorien. So erklärt es sich, dass das Unternehmen das ESMATS gemeinsam mit der ESA, der EPFL und Almatech ausrichtete. Die von CSEM entwickelten hochpräzisen Mechanismen, Lidar-Systeme und Steuerungsalgorithmen haben ihre Zuverlässigkeit bereits im Orbit und in Deep-Space-Umgebungen unter Beweis gestellt. Das Symposium stärkte zudem die Partnerschaften mit Behörden und führenden Unternehmen der Industrie, die auf Präzisionstechnik angewiesen sind, um sowohl ihre wissenschaftlichen als auch ihre kommerziellen Ziele zu erreichen.
Eleonore Poli, Business Development Specialist Space and Aeronautics bei CSEM, erklärt: «Veranstaltungen wie das ESMATS bieten Ingenieurinnen und Ingenieuren, Forschenden und Missionsleitenden die seltene Gelegenheit, offen darüber zu diskutieren, was funktioniert, was schiefläuft und welche Entwicklungen für zukünftige Missionen notwendig sind. Dieser gemeinsame Austausch ist von entscheidender Bedeutung, damit Europa bei der Entwicklung von Weltraumtechnologien an der Spitze bleibt.»
Mit der Ausrichtung des ESMATS in der Schweiz stärkt CSEM die Rolle unseres Landes im Bereich der Präzisionsraumfahrttechnik und treibt seine Mission voran, Forschungsergebnisse in Technologien umzusetzen, die einen nachhaltigen Mehrwert für Industrie und Gesellschaft schaffen.
Die Gewinner des "CSEM Digital Journey Award 2025"

Im Jahr 2025 wurde BUSS als Schweizer KMU ausgezeichnet, das die digitale Fertigung mit neuen, datengesteuerten Tools vorantreibt. Das in Pratteln ansässige Unternehmen ist weltweit für seine Expertise in Hochleistungskunststoffen bekannt und hat den «CSEM Digital Journey Award 2025» gewonnen. Mit diesem Programm werden Schweizer KMU bei der Beschleunigung ihrer digitalen Transformation unterstützt. Es stellt bis zu 100 000 Schweizer Franken für Entwicklungs- und Technologietransferleistungen von CSEM zur Verfügung. Die Auszeichnung wurde am 2. Dezember 2025 im Rahmen des «Trust Valley Day» verliehen, einer Veranstaltung, die sich den Schwerpunkten digitale Vertrauenswürdigkeit und Innovation widmet.
BUSS erhielt die Auszeichnung für sein Projekt «Predictive Quality», das auf der bestehenden SenseHUB®-Plattform des Unternehmens aufbaut. SenseHUB® verbindet bereits jetzt die BUSS-Maschinen miteinander und zeigt in Echtzeit an, wie die Anlagen laufen. Mit Unterstützung von CSEM wird diese Funktion nun um zusätzliche Sensoren und KI erweitert, damit Produktionsdaten wie Temperatur, Druck und Maschinengeschwindigkeit ausgewertet werden können. So soll die Produktqualität bereits während des laufenden Produktionsprozesses bewertet werden. Hersteller können dadurch Probleme früher erkennen, Ausschuss und Energieverbrauch reduzieren und neue Rezepturen effizienter in die Produktion bringen.
«BUSS ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein KMU fundiertes Prozess-Know-how in intelligente, datengesteuerte Dienstleistungen umsetzen kann. Das Projekt ‹Predictive Quality› ist ein Musterbeispiel für die Idee hinter dem Digital Journey», fasst Alexandre Pauchard, CEO von CSEM, zusammen.
Der «Digital Journey Award» zeigt einmal mehr, wie CSEM KMU dabei unterstützt, digitale Konzepte in praxisnahe, einsatzbereite Lösungen umzuwandeln. Frühere Gewinner haben ihre Ideen bereits in die Praxis umgesetzt und damit den Wert des Programms für die gesamte Schweizer Innovationslandschaft unter Beweis gestellt. Mit Blick auf die Zukunft erwartet BUSS, dass die Zusammenarbeit ein neues Kapitel im eigenen Dienstleistungsangebot aufschlägt. Victor Callegari, Head of Business Development and Innovation bei BUSS, bringt es wie folgt auf den Punkt: «Diese Zusammenarbeit bietet die Chance, die vorausschauende Qualitätsanalyse ‹Predictive Quality› in eine sinnvolle neue Dienstleistung für Kunden weltweit umzusetzen, wobei die Entwicklung fest in der Schweiz verankert bleibt.»