26. Oktober 2020

Die neue Tissot T-Touch Connect Solar

Tissot präsentiert die Tissot T-Touch Connect Solar: Eine hybride und vernetzte Schweizer Uhr, die ein Bijou an Tradition mit entsprechenden Funktionen vereint. Sie bietet eine Laufzeit von sechs Monaten im Connected-Modus und von mehreren Jahren im Offline-Betrieb. Das CSEM war mit dem Design eines einzigartigen photovoltaischen Zifferblatts und der Unterstützung bei der Erarbeitung eines Betriebssystems mit sehr geringem Energiebedarf an der Entwicklung ihres Ökosystems beteiligt.

Die neue Tissot T-Touch Connect Solar ist ab sofort auf dem Markt verfügbar: Sie achtet die Privatsphäre, ist interaktiv und autonom, zeitgenössisch und nachhaltig und trägt das Label Swiss Made. Die vernetzte Uhr bietet vielen Funktionen und wird mit Solarenergie betrieben.

Als Nachfolgerin einer langjährigen Tradition von taktilen Multifunktionsuhren besticht die neue, bis 100 Meter wasserdichte Uhr durch nachhaltige Materialien, die es ermöglichen, auf natürliche Weise die Veralterung und insbesondere die geplante Obsolenz elektronischer Produkte zu umgehen.

Funktionen

Die T-Touch Connect Solar weist alle Grundfunktionen einer T-Touch Expert Solar auf: Countdown, verschiedene Timer-, Alarm- und Weckfunktionen sowie Möglichkeiten zur Wettervorhersage und ein Höhenmesser. Dank der Verbindung des in der Schweiz entwickelten Niedrigstrom-Betriebssystems SwALPS mit einem Smartphone, gibt es darüber hinaus einen Aktivitätstracker, Nachrichten-, Anruf- und App-Benachrichtigungen sowie Updates. Wie alle anderen T-Touch-Uhren wird sie über das taktile Saphirglas, ihr ursprüngliches Markenzeichen, gesteuert.

Hersteller haben weder über Komponenten noch über das Betriebssystem Zugang zu den Daten, die weder von der Uhr noch von ihrer App mit Dritten ausgetauscht werden.

Datensicherheit

Die T-Touch Connect Solar zeichnet sich durch einen entscheidenden Vorteil aus: sie trägt das Label Swiss Made. Diese Herkunftsbezeichnung von Komponenten und Arbeitskräften ist eine Garantie für die Qualität der Ausführung und für die Sicherheit. Hersteller haben weder über Komponenten noch über das Betriebssystem Zugang zu den Daten, die weder von der Uhr noch von ihrer App mit Dritten ausgetauscht werden.

Geringer Energieverbrauch und Zifferblatt mit Solarzelle

Um die maximal mögliche Laufzeit zu erreichen, zeichnen sich alle elektronischen Komponenten der T-Touch Connect Solar durch ihren geringen Energieverbrauch aus. Die Uhr ist mit einem Niedrigstrom-Betriebssystem namens SwALPS (Swiss Autonomous Low Power System) ausgestattet, das die Swatch Group in Zusammenarbeit mit dem CSEM entwickelt hat. Auch die im Zifferblatt verbaute Solarzellen wurden vom CSEM Neuchâtel erarbeitet.

Dank diesen Innovationen weist die T-Touch Connect Solar im Offline-Betrieb eine praktisch unbegrenzte Autonomie und im Connected-Modus eine Laufzeit von mehreren Monaten auf, je nach Nutzung und Sonneneinstrahlung.

Die T-Touch Connect Solar ist eine Universal-Uhr. Sie ist mit den mobilen Betriebssystemen iOS, Android und Harmony kompatibel. Sie ist die erste Smartwatch, die mit dem Huawei-System kompatibel ist. Zukünftige Updates werden weitere Funktionen erschliessen. Im Übrigen bietet der Zeitmesser, auch wenn er nicht mit der App verbunden wird, die modernisierten Funktionen einer T-Touch Expert Solar.

Interviews

Sylvain Dolla, Tissot CEO

Wie ist die Idee entstanden, für die T-Touch Connect Solar ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln?

Primäres Ziel des Projektes war die Entwicklung einer Uhr, die mit vernetzten und nützlichen Funktionen ergänzt werden würde. Einer der wichtigsten Punkte war es, möglichst unabhängig zu sein. Es schien deshalb von Anfang an klar, dass ein eigenes Betriebssystem entwickelt werden musste. Mit der Swatch Group als eine der Hauptaktionärinnen des CSEM schien es uns absolut naheliegend, dieses Projekt gemeinsam anzugehen.

Zu welchen Elementen hat das CSEM beigetragen?

Tissot hat das CSEM mit der Entwicklung von ästhetischen Solarzellen und dem Design des Herzstücks des Betriebssystems in Zusammenarbeit mit Swatch Group Einheiten wie ETA, EM Microelectronic Marin, Renata usw. beauftragt. Das CSEM war an den jeweiligen Prozessphasen beteiligt und hat die Impulse aus dem Hause Tissot aufgenommen und gleichzeitig eigene Ideen verwirklicht.

Julien Bailat, CSEM Section Head, Thin Film Devices

Julien Bailat und sein Team beim CSEM haben das Solar-Zifferblatt der T-Touch Connect Solar und die dafür notwendigen Herstellungsprozesse entwickelt. Aufgrund des CSEM Know-hows in den Bereichen Dünnschichttechnik und Mikrofabrikation haben sie eine unter Niedriglicht besonders leistungsfähige PV-Zelle entwickelt, die komplexes Design mit den spezifischen Anforderungen der Uhrenindustrie vereint: höchste ästhetische Ansprüche und sehr präzise Grössenvorgaben.

Welche Herausforderungen mussten überwunden werden, um dieses besondere Zifferblatt zu kreieren?

Die Herausforderung für unsere Teams lag im Anspruch, auf einem einzigen Stück die elektrischen Leistungen einer photovoltaischen Zelle mit der Ästhetik eines Zifferblatts und der Präzision eines Uhrwerks zu vereinen.

Um den Anforderungen der Uhrenindustrie gerecht zu werden, konnten wir uns nicht auf rein photovoltaische Technologien stützen. Wir mussten auf Technologien aus anderen Sektoren, wie der Mikroelektronik- oder der MedTech Bereich, zurückgreifen. Die Photovoltaik-Zelle muss nämlich auf Glas produziert werden, ein Material, das in der Herstellung bezüglich Hochpräzision und richtiger Fertigungsgeschwindigkeit besonders anspruchsvoll ist.

Wie wurde der Transfer in die Fertigung abgewickelt?

Der Übergang von der Entwicklung zur Industrialisierung stellte für das Forschungs- und Entwicklungs-Team des CSEM eine gewaltige Herausforderung dar. Glücklicherweise konnten wir uns in diesem Fall auf die Unterstützung und das Fachwissen der Swatch Group und der Firmen aus der Region stützen.

Inwiefern ist diese Entwicklung einzigartig?

Das Zifferblatt und die Zelle bilden eine Einheit. Meistens werden die Photovoltaik-Zellen in einer Uhr von einem halbtransparenten Dekor-Zifferblatt verdeckt. Im hier gewählten Ansatz trägt die photovoltaische Fläche direkt zur Ästhetik des Zifferblatts bei, was die Effizienz verbessert und die Autonomie erhöht.

Edo Franzi, CSEM Section Head, Firmware & Security for Connected Devices 

Das Echtzeitbetriebssystem, das Herz der T-Touch Connect Solar, ist 100% Swiss Made und erlaubt dem Nutzer zu jeder Zeit eine optimale Datensicherheit und einen Minimalverbrauch an Energie. Mehr als 20 Jahre Erfahrung in den hochspezialisierten Bereichen Mikroinformatik und Energiemanagementsysteme mit sehr geringem Energieverbrauch haben zu diesem Ergebnis geführt.

Wie wurde das Betriebssystem SwALPS entwickelt?

Meine Leidenschaft für Echtzeitbetriebssysteme stammt aus meiner Zeit als Assistent von Professor Nicoud im Lami-EPFL, ein ehemaliges Informatik-Labor der ETH Lausanne. Das System, an dem ich arbeitete, war für die Steuerung von mobilen Robotern gedacht. Viele Jahre später haben wir beim CSEM ein Betriebssystem auf der Basis unserer Kenntnisse über moderne Mikroprozessoren entwickelt und es für breitere Anwendungen adaptiert. Eine einzigartige und spezifische Version stattet nun die neue T-Touch Connect Solar aus.

Welche Herausforderungen waren zu bewältigen und was macht diese Entwicklung einzigartig?

Die Herausforderung liegt vor allem im Anspruch, jederzeit für einen extrem geringen Energieverbrauch der Uhr zu sorgen. Dies wurde durch das Echtzeitbetriebssystem des CSEM ermöglicht. Wir mussten uns so gut wie möglich an die Standards der Uhrenindustrie, an das verfügbare Material und an die Einschränkungen des Energieverbrauchs anpassen. Es war entscheidend, uns nach den Anforderungen der Industrie und den Bedürfnissen der Uhrenmacher auszurichten, um die Qualität und die Testbarkeit der Software sicherzustellen. Diese Entwicklung hat von vielen Innovationen in diesem Bereich profitiert, die für den «Ultra low power» Aspekt der Uhr zwingend sind.

Eigenschaften

  • Swiss Made
  • SwALPS Betriebssystem mit ultraniedrigem Stromverbrauch
  • Titangehäuse mit schwarzer oder mit roségoldener PVD-Beschichtung
  • Gehäusedurchmesser 47 Millimeter; Gehäusehöhe 15.3 Millimeter
  • Eingravierte Drücker
  • Elektronische Krone
  • Lünette aus Keramik Lünette
  • Leuchtender Kompass
  • Kratzfestes taktiles Saphirglas
  • Wasserdicht bis zu einem Druck von 10 bar (100 Meter)
  • Solarbetriebenes Quarzwerk
  • Zifferblatt mit Solarzellen
  • Digitaldisplay in energiesparender Memory-in-Pixel (MiP)-Ausführung