10. März 2023

CSEM koordiniert das Schweizer Cluster in einem europäischen Projekt, das technologische Spitzenlösungen für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft entwickeln wird

CSEM koordiniert das Schweizer Cluster eines Europäischen Konsortiums im Wert von 51 Millionen Euro. Das Projekt AGRARSENSE zielt auf die Steigerung der land- und forstwirtschaftlichen Produktivität ab und wird europäische Spitzentechnologien für elektronische Komponenten und Systeme für den zukünftigen Bedarf entwickeln. Langfristig wird es auch die europäische Widerstandsfähigkeit in kritischen Sektoren stärken und einen entscheidenden Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen und zum Klimaschutz leisten. Das Schweizer Cluster umfasst sechs Partner: Agroscope, CHANGINS, Swisens AG, Swiss Vault Systems GmbH, Vivent AG und CSEM.

Die Mitglieder des AGRARSENSE-Projekts bei der Auftaktveranstaltung in Berlin am 17. und 18. Januar 2023. © Fraunhofer IZM.
  • KMU schliessen sich mit Forschungs- und Technologieorganisationenzusammen, um modernste technologische Lösungen für elektronische Komponenten und Systeme für die Land- und Forstwirtschaft zu entwickeln
  • Die Forschung umfasst Sensoren, die dazugehörige Integration, Software, Konnektivität und Datenmanagement
  • Der Schwerpunkt liegt auf der Forschung in den Bereichen Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie auf autonomen Bewegungs- und Robotik-Plattformen

Angemessene Nahrungsmittel und deren Sicherheit sind eine globale Herausforderung, die beeinträchtigt wird durch die sich rasch verstärkenden Auswirkungen des Klimawandels, der Lieferketten, des Mangels an Arbeitskräften und politischer und militärischer Aggressionen, um nur einige zu nennen. Wir brauchen eine transparente und verbesserte Produktivität der Land- und Forstwirtschaft und einen einfachen Zugang zu modernster technologischer Innovation und Automatisierung. Darüber hinaus stellt ein nachhaltigerer Einsatz von Düngemitteln und Bewässerungein weiterer Schlüssel zur Rettung des Klimas dar. Die europäische Resilienz erfordert daher effiziente technologische Lösungen, die von der Hardware bis zum ganzheitlichen Datenmanagement reichen.

Fokus auf Ernährungssicherheit, verbesserte Produktivität der Land- und Forstwirtschaft

Das im Januar 2023 gestartete Projekt AGRARSENSE geht auf diese Bedürfnisse ein, indem es Technologien für sieben verschiedene Anwendungsfälle entwickelt, die sieben Blickwinkel auf die heutige europäische Land- und Forstwirtschaft darstellen: Gewächshäuser, vertikale Landwirtschaft, Präzisionsweinbau, Agrarroboter, Forstmaschinen, optimale Bodenbewirtschaftung und Düngung sowie Wassermanagement in der Landwirtschaft. Die Forschung im Bereich Elektronikkomponenten und systembezogene Technologie umfasst beispielsweise Pflanzen-, Boden- und Wassersensoren und deren Integration sowie Software, Konnektivität und Datenmanagementlösungen. Forschung im Bereich Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie autonome Bewegungs- und Robotik-Plattformen ebnen den Weg für eine umfassende kommerzielle Nutzung der Projektergebnisse.

AGRARSENSE bringt insgesamt 52 Partner aus 15 EU-Ländern zusammen

«Wir sind stolz darauf, mit dem AGRARSENSE-Projekt die europäische Innovation voranzutreiben», sagt Peter Assarsson von Komatsu Forest AB, der Gesamtkoordinator des Projekts. «Das Projekt zielt auf bemerkenswerte technologische und wirtschaftliche Auswirkungen ab, nicht nur durch die Entwicklung bahnbrechender Lösungen für die Endnutzer, sondern auch für die Projektpartner und die Gesellschaft im Allgemeinen. Es wird erwartet, dass die im Rahmen von AGRARSENSE entwickelten neuen Technologien bis 2030 einen Umsatz von 250 Millionen Euro für die beteiligten Unternehmen generieren werden. Darüber hinaus zielt das Projekt auf die Entwicklung von 49 neuen Produkten, 80neuen Partnerschaften, Hunderten von neuen Arbeitsplätzen und zusätzlichen Investitionen ab», fügt er hinzu. 

«AGRARSENSE bildet ein Forschungs- und Innovationsökosystem, das nicht nur allen beteiligten Partnern, sondern der europäischen Land- und Forstwirtschaft insgesamt zugutekommt», sagt Axel Wille vom Fraunhofer EMFT, einer der Projektinitiatoren und technischer Koordinator des Projekts. «Die neuen innovativen Kombinationen und die gegenseitige Befruchtung von Technologien ermöglichen eine schnellere Innovation und Wissensgenerierung. Während die Grossunternehmen für eine breitere wirtschaftliche und technologische Wirkung sorgen, spielen die KMU mit 44 % der Partner eine Schlüsselrolle im Konsortium», schliesst Erika Györvary von CSEM, der andere Projektinitiator.

CSEM koordiniert Schweizer Cluster: Effektivere Land- und Forstwirtschaft mit geringeren Umweltauswirkungen

Die Aktivitäten der sechs Schweizer Konsortium Partner werden durch CSEM koordiniert. Diese Mitglieder sind Agroscope, das dem Bundesamt für Landwirtschaft angegliedert ist, CHANGINS, die Schule für Weinbau und Önologie, die zur Gruppe der Westschweizer Hochschule für Wissenschaft und Kunst (HES-SO) gehört, Swisens AG, Swiss Vault Systems GmbH und Vivent SA.

Projektpartner des Konsortiums

Projekt-Koordinator: Komatsu Forest AB

Projektpartner in alphabetischer Reihenfolge:

Agencia Estatal Consejo Superior de Investigaciones Cientificas, AGreenCulture, Aquamonitrix Ltd., Beenen B.V., Berg Product B.V., Besi Netherlands B.V., CISC Semiconductor GmbH, Consiglio Nazionale delle Ricerche,  Consiglio per la ricerca in agricoltura e l'analisi dell'economia agraria, CSEM, DAC Spolka Akcyjna, Demcon Industrial Systems Groningen B.V. (Affiliate), Demcon Optiqua B.V. (Affiliate), Demcon Unmanned Systems B.V., Eidgenöessisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Graphenea Semiconductor Sl, Guideline Geo, Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale, Heimann Sensor GmbH, Hoogendoorn Automatisering B.V., Integrated Detector Electronics AS, Kovilta Oy, Lapland University of Applied Sciences, Latvijas Universitates Matematikas un Informatikas Instituts, LetsGrow.com B.V. (Affiliate), Microfluidic Chipshop GmbH, Netsens S.r.l., Ommatidia Lidar S.L., Politechnika Gdanska, Probot Oy, Research Studios Austria Forschungsgesellschaft Mbh, RISE Research Institutes of Sweden Ab, Rumbletools, Sabiedrība ar ierobežotu atbildību “SunGIS”, Smart Greenery GmbH, Smartmotion S.R.O., Sobolt B.V., Softtech Yazılım Teknolojileri Araştırma Geliştirme ve Pazarlama Ticaret A.Ş., Soil Scout Oy, Swisens AG, Swiss Vault Systems GmbH, Sysman Progetti & Servizi S.r.l., Technische Universiteit Delft, TTControl GmbH, TTControl S.r.l., TTTech Computertechnik AG (Affiliate), Tyndall, Unikie Oy, Vivent SA, Západočeská univerzita v Plzni (University of West Bohemia). 

Über AGRARSENSE 

AGRARSENSE ist ein auf drei Jahre angelegtes Projekt mit 52 Partnern aus 15 europäischen Ländern und einem Gesamtbudget von 51 Mio. €. 

Es wird über das KDT JU von Horizon Europe, nationale Fördereinrichtungen der teilnehmenden Länder und die Konsortiums Partner finanziert. Das Projektkonsortium besteht aus 24 KMU, 13 Grossunternehmen und 15 Forschungs- und Technologieorganisationen. Geografisch deckt das Konsortium Nord-, Süd-, Ost- und Westeuropa ab: Finnland, Schweden, Norwegen, Lettland, Irland, die Niederlande, Frankreich, Deutschland, Polen, Österreich, die Tschechische Republik, Spanien, Italien, die Schweiz und die Türkei. Die Mitglieder decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, einschliesslich Sensoren und Komponenten, Verpackung und Hardware-Integration, Software, Algorithmen, Konnektivitätsentwicklungen und Systemaspekte sowie Tests, Zuverlässigkeit, Cybersicherheit und Elemente der Benutzersicherheit. Das Projektkonsortium und der Vorschlag wurden mit Hilfe von Spinverse erstellt. 

Über Chips JU

Chips JU ist eine öffentlich-private Partnerschaft, die Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten im europäischen Halbleiter-Ökosystem unterstützt. Sie bekämpft die Halbleiterknappheit und stärkt die digitale Autonomie Europas.

https://www.chips-ju.europa.eu/

Dieses Projekt wird vom Gemeinsamen Unternehmen Chips (Grant Agreement No. 101095835) und seinen Mitgliedern Finnland, Deutschland, Irland, Niederlande, Schweden und Schweiz unterstützt. Diese Arbeit wird vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zusätzlich finanziert.

Weiterführende Informationen 

Peter Assarsson, Projekt Koordinator Komatsu Forest AB  
E-Mail: peter.assarsson@komatsu.se  

Axel Wille, Fraunhofer EMFT 
E-Mail: Axel.wille@emft.fraunhofer.de 

Erika Györvary, Koordinatorin des Swiss Clusters, CSEM 
E-Mail: Erika.Gyoervary@csem.ch